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SUMMARY:Faden nach Zahlen. Kreuzstich vom Gestern ins Heute
DESCRIPTION:Im Herbst 2024 eröffnet das Volkskundemuseum am Paulustor einen neuen Ausstellungsraum: das Sammlungskabinett. Hier entstehen in losen Abständen Ausstellungen mit Objekten aus der Sammlung des Museums. Ein Großteil der Objekte stammt aus der Zeit vor 1900\, gesammelt wurde vor dem Hintergrund einer rasanten Industrialisierung entlang des damaligen volkskundlichen Kanons: Typischerweise kamen Möbel\, Hausrat\, Textilien\, „Volkskunst“-Objekte oder auch Objekte\, die mit Bräuchen und Ritualen in Verbindung stehen\, in die Sammlung. \nMit dem Sammlungskabinett holt das Volkskundemuseum in losen Abständen ausgewählte Objekte aus seinem Depot und präsentiert sie unter neuen Gesichtspunkten und aktuellen Fragestellungen. \nDas erste Sammlungskabinett widmet sich einer besonderen Kategorie von textilen Objekten: den Kreuzstichobjekten. Die Datenbank des Museums listet über 300 Inventarnummern mit dieser handwerklichen Technik\, bei der es auf das Zählen und Auszählen ankommt\, darunter Stickmustertücher\, Bänder\, Kleidungsstücke\, Nadelkissen und viele andere mit Kreuzstich versehene Textilien oder verzierte Gegenstände. Das kuratorische Konzept folgt der Materialität der Objekte: Wovon erzählen ihre Beschaffenheiten\, Farben und Formen? Warum veränderten sich Muster und/oder Farben? Weshalb wurden Kreuzstich-Objekte gesammelt\, was sollte mit ihnen vermittelt werden? \nGleichzeitig fragt das Museum nach relevanten Lücken in der Sammlung und reflektiert gegenwärtige Phänomene und Praktiken. Sticken und vor allem der Kreuzstich sind wieder in – sei es im Kontext von DIY oder der Craftivism-Bewegung. Vertreter*innen dieser Szene praktizieren handwerkliche Techniken mit weiblicher Konnotation und verknüpfen sie zumeist mit gesellschaftskritischen Statements. \nDas Sammlungskabinett schließt räumlich und inhaltlich an die Geschichte des Hauses im Eingangsbereich des Museums und an die Rauchstube an und eröffnet so weitere Aspekte einer aktuellen Museumsforschung. \nTitelbild: Mustertuch von Rosalia Dirnberger\, 1865; Volkskundemuseum am Paulustor/UMJ. (c) Nicolae David
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SUMMARY:XULY.Bët – Funkin’ Fashion Factory 100% Recycled
DESCRIPTION:Große Schriftzeichen\, selbstbewusste Statements und recycelte Textilien – das sind die Erkennungsmerkmale des Pariser Modelabels XULY.Bët. In einer Einzelausstellung zeigt das MK&G rund 20 ausgewählte Outfits aus den Kollektionen der letzten Jahre. \n\nDie Geschichte von Lamine Badian Kouyaté (* 1962 in Bamako\, Mali) und seinem 1991 gegründetem Label XULY.Bët ist eine Geschichte des Widerstands\, der Vision und der Liebe zur Mode – geprägt von Migration\, Diversität und einer radikalen Idee von Nachhaltigkeit\, lange bevor dieses Wort zum Trendbegriff wird. Aufgewachsen in Bamako\, steht Kouyaté unter dem Einfluss seiner Großmutter\, die Stoffe verarbeitet und ihnen eine zweite Chance gibt. Für ihn ist das keine Modeerscheinung\, es ist Haltung. \nAls er in den 1990er Jahren nach Paris kommt\, bringt er genau diese Perspektive mit: Kleidung als Erinnerung\, Ressource und Werkzeug\, um Identität zu stärken und gesellschaftliche Zugehörigkeit auszudrücken – zu einer Zeit\, als Umweltbewusstsein in der europäischen Modeindustrie kaum Thema ist. \nFür Kouyaté ist Upcycling künstlerische Praxis. Seine Mode bewegt sich zwischen Streetwear und Couture\, zwischen Alltag und Runway – getragen wird sie von Stars wie Rihanna\, Dua Lipa\, Halle Berry und Viola Davis\, gefeiert wird sie in internationalen Ausstellungen. Mit Guerilla-Modenschauen revolutioniert Kouyaté die Pariser Modeszene. 1994 würdigt Regisseur Robert Altman ihn im Film Prêt-à-Porter\, gespielt von Forrest Whitaker.
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LOCATION:Museum für Kunst und Gewerbe\, Hamburg\, DE\, Steintorplatz\, Hamburgq\, Hamburg\, 20099\, Germany
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SUMMARY:Martin Leuthold: „Inspiration“
DESCRIPTION:Die Ausstellung „Inspiration“ richtet den Blick auf die Stickereiproduktion in Vorarlberg\, insbesondere Lustenau\, und deren komplexe Verflechtungen mit internationalen Märkten\, vor allem mit Nigeria. \nIm Zentrum steht die Frage\, wie sich lokale Textiltraditionen mit globalen Wirtschaftssystemen verbinden und dabei zugleich kulturelle Identität\, gesellschaftliche Dynamiken und ästhetische Ausdrucksformen bilden. \nDer Schweizer Designer Martin Leuthold hat diese Zusammenhänge aufgegriffen und in vielschichtigen Arbeiten sichtbar gemacht\, die den Austausch zwischen Handwerk\, Industrie und internationalem Handel reflektieren. \nMartin Leuthold – Designer\, Forscher\, Gestalter. Über Jahrzehnte prägte er das internationale Textildesign und entwickelte Stoffe für die Haute Couture. Für seine neue Ausstellung verwandelt er Stickereien aus Lustenau: überdruckt\, verfremdet\, neu kombiniert. Stoffe werden zu Raum\, Texturen zu Bildwelten. \nDie Auseinandersetzung mit Stickereien aus Lustenau eröffnet Leuthold die Möglichkeit\, historische und zeitgenössische Aspekte des Textildesigns miteinander zu verbinden. Dabei untersucht er nicht nur die ästhetischen Dimensionen\, sondern auch die gesellschaftlichen Bedeutungen von Stoffen: als Träger von Erinnerung\, als Handelsgut und als Medium kultureller Selbstverortung. \nRegulär geöffnet von Donnerstag bis Sonntag jeweils 14 – 18 Uhr.
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LOCATION:S-MAK\, Lustenau\, AT\, Kneippstraße 6a\, Lustenau\, Vorarlberg\, 6890\, Austria
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SUMMARY:Kopf & Kragen: Portraits auf Münzen
DESCRIPTION:Münzbilder zählen zu den kleinsten Porträts der Welt. Auf engstem Raum zeigen sie detailgetreue Brustbilder – meist im Profil. Die Kleinheit der Münzporträts erfordert nicht selten eine symbolkräftige Bildsprache. Die dargestellten Frisuren\, Kleidungsstücke und Accessoires sind mehr als ästhetisches Beiwerk\, sie sind ein Spiegel des Zeitgeistes und ein Fenster in die Kultur vergangener Epochen. \nWie kleine Zeitkapseln bewahren Münzen und Medaillen die kunstvollen Frisuren\, prächtigen Bärte und aufwendigen Kopfbedeckungen ihrer Epoche. Die Ausstellung begibt sich anhand von über 100 Münzen auf eine Zeitreise durch mehr als 2400 Jahre Mode. \nMünzen wurden massenhaft geprägt und täglich verwendet. Das Porträt auf der Münze war somit jenes\, das von den Untertanen am häufigsten gesehen wurde. Umso größer war die Bedeutung\, wie sich Herrschende darstellten. Manche von ihnen wurden zu wahren Trendsettern – ihre Mode wurde zum unverwechselbaren Markenzeichen. \nKopf & Kragen präsentiert über hundert Münzporträts aus kulturhistorischer Perspektive und zeigt Fashion und Lifestyle aus mehreren Jahrtausenden.
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LOCATION:Kunsthistorisches Museum\, Wien\, AT\, Maria-Theresien-Platz\, Wien\, Wien\, 1010\, Österreich
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SUMMARY:Layers and Narratives: Eine Ausstellung der internationalen Gruppe QuiltArt
DESCRIPTION:QuiltArt feiert dieses Jahr sein vierzigjähriges Bestehen mit der Ausstellung “Layers and Narratives”. Diese Wanderausstellung wird an verschiedene Orte in Europa reisen. In der Textilsammlung Max Berk in Heidelberg-Ziegelhausen kommt sie an einen Ort zurück\, der fast schon als ein zweites Zuhause benannt werden darf. Zum achten Mal werden hier ihre Werke gezeigt. \nLayers and Narratives – der Titel der neuen Wanderausstellung der internationalen Textilkunstgruppe QuiltArt bringt auf den Punkt\, was diese Gemeinschaft ausmacht. \nVor 40 Jahren entstand innerhalb der traditionell ausgerichteten britischen Quiltgilde die Idee\, eine neue Richtung im Quiltbereich einzuschlagen. Mitglieder wurden dazu aufgerufen\, sich für eine neue Gruppe namens QuiltArt zu bewerben. Aus 213 Bewerbungen wurden acht Frauen ausgewählt – sieben aus England und eine aus Deutschland. Diese acht Frauen initiierten eine Bewegung\, die bis heute prägend geblieben ist: Der Quilt als Kunstwerk\, künstlerisches Ausdrucksmittel und persönliche Herausforderung steht im Mittelpunkt. \nZum 40-jährigen Bestehen der Gruppe QuiltArt entstand eine besondere Idee: Kleine Werke im Format 40 x 40 cm als Bezug zum Jubiläum. Diese kompakte Größe erlaubt eine Präsentation in kleineren Räumen oder als Ergänzung zur großen Ausstellung „Layers and Narratives“.
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LOCATION:Textilsammlung Max Berk im Kurpfälzischen Museum\, Heidelberg\, DE\, Brahmsstraße 8\, Heidelberg-Ziegelhausen\, Baden-Württemberg\, 691178\, Germany
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SUMMARY:GLUMPERT - Peter Fellner Ausstellung in Linz
DESCRIPTION:Am 6. März eröffnet im Offenen Kulturhaus Linz die Ausstellung GLUMPERT des österreichischen Modedesigners Peter Fellner. \nDie gleichnamige Kollektion verbindet nachhaltige Material- und Drapierstrategien mit queerer Symbolik und versteht sich als Safe Space an der Schnittstelle von Mode\, Design und Kunst. Neben den Kleidungsstücken zeigt die Ausstellung einen multimedialen Kurz-Modefilm in Zusammenarbeit mit Fotografin Anna Breit sowie nicht-binäres Schuhwerk\, entstanden in Kooperation mit dem Preisträger des Modepreis der Stadt Wien2022\, Matthias Winkler. \nIn GLUMPERT verknüpft der österreichische Designer Peter Fellner nachhaltige Materialstrategien mit einer bewussten\, queeren Symbolik. Aus gebrauchten Alltagsgegenständen wie Stickbildern\, Häkeldeckchen\, Tüchern und Regenschirmen schafft er Kleidungsstücke\, deren Spuren sichtbar bleiben und eine erzählerische\, identitätsstiftende Narration tragen. Schon im Materialfindungs- und Schnittprozess wird eine Grenze zwischen Funktion und Bedeutung verschoben: Gewöhnliche Objekte erhalten neue Wertschätzung\, nehmen eine neue Form an und erschaffen neue Wirklichkeiten. \nFellners Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Design\, Körperpolitik und queerer Ästhetik: ein Hybrid aus Kunst und Mode\, die Gegenwartskritik sichtbar macht und Raum für Vielfalt eröffnet.
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LOCATION:Offenes Kulturhaus\, Linz\, AT\, OK Platz 1\, Linz\, Oberösterreich\, 4020\, Austria
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