Buch: Zero Waste Nähen (Podcast #007)

Aktualisiert am 14. November 2022.

In dieser Folge spreche ich mit Stefanie Kroth darüber, woher eigentlich die Stoffe stammen, die wir bei uns im Stoffgeschäft kaufen können, und über ihr neues Buch “Zero Waste Nähen”: Kleidung nähen ohne Stoffreste zu produzieren, geht das denn? 

Stefanie Kroth ist Schnittdirectrice, Modesignerin und hat einen Bachelor in Medien & Kommunikation. Sie hat zahlreiche Schnittmuster zum Selbernähen entwickelt, sowohl für ihr früheres Label SO Pattern, als auch für andere Schnittmusterersteller, kleine Labels und Verlage.

Kapitelmarken aufklappen

  • 0:01:19 Wie kommen Stoffe in den Laden? “Dead stock”, direkt von Webereien, Eigenproduktionen
  • 0:11:05 Welche Funktionalität hat ein Kleidungsstück? Und welcher Stoff ist für diesen Zweck sinnvoll? (Bsp. Sport)
  • 0:16:04 Sind Textilien wirklich immer mehrfach um die Welt gereist?
  • 0:20:08 Leinenprojekt 
  • 0:23:22 An wen richtet sich das Buch “Zero Waste Nähen”?
  • 0:27:50 Ressourcen sinnvoll nutzen, Zeit und liebevolle Arbeit in ein Kleidungsstück stecken
  • 0:30:00 Wie Zero Waste Schnitte entstehen
  • 0:37:35 GEWINNSPIEL: Wir verlosen ein Exemplar des Buches
  • 0:40:47 Schlusswort

Shownotes aufklappen

Transkript aufklappen

Gabriele

Hallo Stefanie, schön, dass du da bist.

Stefanie

Hallo Gabi, vielen Dank für die Einladung. Und zu deiner letzten Frage: Kleidung ohne Stoffreste zu produzieren: Das geht! Da sprechen wir aber später noch drüber.

Gabriele

Ja, und vielleicht auch schon ein kleiner Teaser: Wer bis zum Ende der Podcastfolge durchhält, könnte vielleicht an einem kleinen Gewinnspiel teilnehmen können.

Stefanie

Auf alle Fälle.

Gabriele

Sehr schön. Wir beide haben uns ja zuletzt im März beim Schneiderei-Markt in Wien getroffen. Und als wir uns unterhalten haben, hast du so beiläufig erwähnt, dass die Stoffe, die wir so im Stoffladen kaufen, eigentlich gar nicht speziell für diese Läden produziert wurden, sondern sozusagen Reste von größeren Modemarken sind. Wenn ich das richtig verstanden habe. Und da habe ich bemerkt, dass ich eigentlich gar keine Ahnung habe, wie die Stoffe in den Laden kommen. Erzähl mir doch einmal ein bisschen, so was du… Ja, wie die laufen denn da die Lieferketten? Wie funktioniert das? Wie kommen Stoffe in den Laden?

Stefanie

Also es gibt unterschiedliche Konzepte. Ich bin aus Augsburg, einer alten Textilstadt, und bei uns gibt es so das alteingesessene Stoffgeschäft am Ort, das heißt der „Reste-Mayer“. Und das ist jetzt nicht so, dass die Reste dann so kleine Reste sind, wie man sie zu Hause hat, sondern das war halt ballenweise Stoff. Und das ist eigentlich auch schon mal so der Hauptpunkt: „Reste-Mayer“ heißt, das sind die Reste aus den Produktionen. Also viele Stoffhändler haben aus den Überproduktionen der Industrie, der Bekleidungsindustrie. So kommen die Stoffe in unsere Läden, in erster Linie. Heutzutage heißt es ja ganz strikt „dead stock“.  Und da haben wir eben ein Thema: Sobald man produziert, und Kleidung verkaufen möchte, und in den Laden hängen möchte, und ein Farbkonzept hat und alles Mögliche, muss man sich ja Stoff auf Halde besorgen. Den produziere ich, dann kommen Nachbestellungen, und dann muss ich ja den Stoff vorrätig haben. Und das sind ja alles immer so ganz grobe Schätzungen. Das heißt, so als Unternehmen kann man sich mal ganz ein Bisschen vertun mit einer Farbe, die dann vielleicht gar nicht läuft und gar nicht nachbestellt wird. Die nächste Saison nicht läuft und so Sachen. Oder Muster oder alles Mögliche. Die landen dann in den Läden für Bekleidungsstoffe. Also das ist der eine Teil. Und es ist auch so der klassische [Teil]. Der ist natürlich, das kann man sich vorstellen: Mit dem Rückgang der Industrie, gerade in Deutschland und auch in Österreich, gab es natürlich auch weniger Überhänge, die da übrigbleiben. Also wir profitieren auch von Italien und von überall. Und von Holland. Aber es ist nicht mehr das Volumen, was es vor 20 Jahren war.

Stefanie

Dann gibt es die andere Möglichkeit, die noch ist, dass es direkt von den Webereien kommt. Das kommt sehr darauf an, was für ein Stoff es ist. Das ist schon üblicher, jetzt sagen wir mal bei günstigen Stoffen wie Baumwollstoffen. Aber wenn du schon mal einen Wollstoff versucht hast in einem Stoffgeschäft zu kaufen… Da fällt ja jeder Hobbyschneiderin um, wenn der Meter 80 € kostet. Und wenn man ihn aber direkt bei einer Weberei kauft, dann… Oder wenn so Schneider ihn kaufen, ich meinte: Da sind so Meterpreise für 120 € keine Seltenheit. Also da sieht man schon, dass eigentlich… Also jetzt so hochwertigere Stoffe sind nicht so direkt eigentlich vom Hersteller in den Stoffläden für Endverbraucher. Aber jetzt so andere, so Baumwollstoffe und so gibt es schon mehr.

Stefanie

Und dann kommen wir zum anderen großen Thema, was sehr populär geworden ist, so in den letzten 5 bis 10 Jahren würde ich sagen, die so genannten „EPs“. Das hat man dann so bei Facebook öfter gelesen: „Nächste Woche kommt wieder unsere neue EP raus.“ Ich dachte immer: „Was meinen die? Was meinen die?“ Das sind Eigenproduktionen! Dass man eben Stoffe mit dem eigenen Design, mit dem eigenen Muster bedrucken lässt. Das man sich hochladen kann. Und das ist noch mal so eine ganz andere Welt, ist da parallel entstanden. Die zum einen Jersey nähen und zum anderen halt, so eine bestimmte Mustersprache ist das ja auch, die da bedient wird. Genau. Also das sind, würde ich jetzt mal so einschätzen, grob die Wege, wie die Stoffe in die Läden finden.

Gabriele

Also „dead stock“ heißt im Grunde/ Es ist ja in der Industrie immer die Lagerhaltung, so ein Kostenfaktor eigentlich. Je mehr man auf Lager hat, desto höher sind diese Lagerkosten. Deswegen versuchen ganz viele, ganz wenig Lagerhaltung nur zu haben, um diese Kosten zu minimieren. Und „dead stock“ ist dann eben etwas, also „toter Bestand“, könnte man sagen, nicht? Etwas, das abgestoßen wird, um die Lagerkosten zu minimieren. Verstehe ich das richtig?

Stefanie

Und es ist ja auch für so einen Hersteller, der ja eine bestimmte Menge auch produzieren muss, an Teilen, damit die zu diesem Preis auch produziert werden können und verkauft werden können. Wenn ich jetzt aber nicht/ also wenn dieses Volumen nicht mehr vorhanden ist, also wenn man sagt: „Okay, wenn ich 300 mal diese Hose nähe, dann kann ich sie zu einem Preis produzieren, der dann auch Abnehmer findet.“ Aber ich habe jetzt nur noch Stoff für 50 Hosen. Dann ist es für diesen Hersteller nicht mehr interessant. Aber für 50 Hobbyschneiderinnen natürlich. Und deswegen ist es ja auch/ Also das hat mit Volumen zu tun, mit Mengen, mit Farben, mit Qualitäten, wie die gelaufen sind, wie es wieder zu kombinieren ist.

Gabriele

Das, was du gesagt hast, diese Eigenproduktionen, das kenne ich auch hier aus Graz. Und auch aus Wien gab es so Stoffgeschäfte, die dann Stoffe bedrucken haben lassen mit irgendwelcher Grazer Silhouette oder Schlossberg und Steirischer Panther oder so was. Das wäre dann so eine Eigenproduktion. Ich habe aber auch mitbekommen, dass da manchmal so Vertreter kommen. Also quasi von Stoff-Firmen kommt dann ein Vertreter, der hat eine Mappe, und dann sucht sich die/ Also wenn das jetzt ein kleiner Stoffladen ist, nicht so was wie dein – wie? – „Reste Müller“ oder so, sondern ein kleiner Stoffladen. Dann stellt sich die ihr Programm zusammen und sagt: „Den Stoff hätte ich gerne und den und den.“ Und bestellt den dann bei diesem Vertreter.

Stefanie

Da gibt es ja jetzt auch bei diesen Stoffherstellern so verschiedene… Also die fahren so eigene Linien, die dann untereinander auch kombinierbar sind. Es sind oft Stoffe, die gerade für den Kinderbereich sehr geeignet sind. Und das sind dann die Farbharmonien, die sich dann durchspielen. Was weiß ich: Da gibt es dann ein Muster mit Bärchen. Und zu dem Muster passend gibt es dann auch ein farblich passendes Karomuster und ein Streifenmuster, so dass man die untereinander kombinieren kann. Also das ist noch mal so eine/ Da hat sich so eine eigene Welt auch entwickelt, genau, die also über Designer bedient wird, aber auch über ganz eigene Designs.

Gabriele

Genau. Und manche dieser Stoffläden sind dann für mich gar nicht geeignet. Wenn nämlich alles in so pastelligen Rosa-, Beige- und Hellblautönen dort gehalten ist. Einfach Farben, die ich jetzt nicht trage und auch meine Kinder nicht mehr tragen, weil die schon zu groß sind. Dann muss ich dann ausweichen auf andere Geschäfte, manchmal.

Stefanie

Sagen wir so: Es ist eine sehr eigene Welt.

Gabriele

Wenn ich jetzt in so einem Stoffladen stehe/ Wir haben hier auch ein sehr großes Stoffgeschäft in Graz, bei dem sich auch viele Schneider eindecken. Das heißt „Happy Home“, interessanterweise. Das muss man sich vorstellen, als… Ich glaube, es ist 30 Meter lang oder 50 Meter lang und 20 Meter breit, so eine Halle mit fünf Gängen mit Regalen links und rechts, wo bis auf 3 Meter Höhe Stoffballen drinnen sind. Das ist RIESIG! Das ist unpackbar! Als ich erste Mal da reingegangen bin, habe ich gedacht: „Bitte gebt mir 14 Tage und 2.000 € und ich kaufe euch hier den Laden leer!“ Inzwischen bin ich ein bisschen abgekommen davon, weil/ Also ich gehe dorthin, wenn ich ganz speziell was brauche: Einen Viskosejersey in Türkis für ein Faschingskostüm meiner Tochter. Weil ich einfach weiß: Da gibt es ein ganzes Regal voller Viskosejersey, und da werde ich schon was finden. Und die haben aber auch Kunstfell, und Trachtenstoffe, und Lodenstoffe, und Walk, und Vorhänge und Tisch[wäsche], also alles! Alles was man sich vorstellen kann. Eine Riesenhalle. Und ich bin auch abgekommen davon, weil ich eigentlich überhaupt nicht nachvollziehen kann: Woher kommen diese Stoffe zum großen Teil? Es steht nicht überall ein Etikett drauf. Es steht nicht überall die Zusammensetzung drauf. Und dann ist mir das ein bisschen suspekt, weil ich halt in letzter Zeit ein mehr drauf schaue, die Herkunft dieser Stoffe zu ergründen. Und manchmal weiß ich ja auch gar nicht, wie das dann zusammengesetzt ist. Also direkt im Laden.

Stefanie

Ja genau. Das ist das große Thema, und das wissen meistens die im Laden auch nicht. Und manchmal steht zwar die Zusammensetzung drauf, aber dann ist irgendein Kürzel dabei, das keiner weiß, was es bedeutet. Da hat man dann auch wieder ein Problem. Da hat halt irgendjemand irgendwas erfunden. Ich mache gerne immer die Brennprobe. Geht schlecht im Laden.

Gabriele

[lacht bei der Vorstellung, wie man im Laden mit einem Feuerzeug hantiert, um eine Brennprobe zu machen]

Stefanie

Da muss ich mir manchmal ein Stückchen kaufen. Ja, und dann ist es glaube ich, wie du sagst, das ist der Punkt: Für was brauche ich das? Und wie nah habe ich das am Körper? Und welche Funktionalität soll es haben? Weil im Endeffekt kann man daran schon bestimmen, ob man das auch braucht oder nicht und was man damit vorhat.

Gabriele

Ja, das ist sicher ein wichtiger Aspekt. Aber trotzdem habe ich das Gefühl/ Also ich habe dann manchmal solche Stoffe gekauft wie hier für diese Jacke, und komme halt dann zu Hause drauf: es ist 100 % Polyester und eigentlich… Ich mag die Jacke immer noch und ich trage sie gerne, aber sie ist halt dann irgendwie schwitzig. Und bei solchen Stoffkäufen… Ich war noch nie in Berlin auf diesem, wie heißt der Markt? Da gibt es diesen Riesen-Stoffmarkt. Maybachufer. Ich glaube, da muss ich auch mal hin. Aber da ist, glaube ich, die Gefahr auch recht groß, dass man irgendwelche 100 % Polyester Stoffe.

Stefanie

Genau, ich finde es interessant. Mir geht es ja ganz genauso. Dann möchte man eben kein Polyester kaufen, sondern lieber schöne reine Naturfasern. Und auch viele Menschen in meinem Umfeld sind so. Aber dann, wenn es an den Punkt Sport geht, wird man auf einmal ganz arg kompromissbereit. Das habe ich jetzt auch an mir erfahren müssen. Ich habe mich lang gewehrt.  Also ich finde, man kann Bergsteigen mit Baumwollkleidung. Ich habe jetzt das Segeln angefangen, und auf einmal liebe ich schnell trocknende Kleidung. Wenn das nicht so kalt wird. Das geht natürlich nur mit Kunstfasern, da brauch man nicht drumrum reden. Und deswegen ist es immer sehr die Anforderung, die ich an dieses Kleidungsstück habe. Was für die Faser es sein soll, kann, darf. Manchmal findet man ja einfach auch nur einen Stoff schön. Und ich finde, damit gibt man ihm ja auch eine Berechtigung, indem ich ihn verwende. Und gut verwende, und nutze, und verbrauche und in den großen Lebenszyklus einbinde. Dann hat es ja auch unabhängig von seiner Materialherkunft eine Berechtigung.

Gabriele

Ach, das finde ich total spannend, dass du jetzt den Sport ansprichst! Weil ich alte Nicht-Sportlerin habe vor dem Sommer angefangen zu laufen. Tatsächlich. Und bin noch selber ganz hin- und weggerissen davon, dass dieses Programm funktioniert hat, und dass ich jetzt tatsächlich regelmäßig laufen gehe. Ich! Und im Sommer war das ganz okay, mit eben Baumwoll-T-Shirt und Baumwoll-Hose gehen. Und jetzt hat es dann unlängst fünf Grad in der Früh gehabt. Und wenn ich da dann so ein Intervall-Laufen mache, und das Zeug ist durchgeschwitzt, und ich soll dazwischen fünf Minuten gehen, dann ist mir einfach extrem kalt geworden. Und ich habe jetzt auch solche Sportkleidung gekauft, 100 % was-weiß-ich-was, Kunstfaser. Und es funktioniert.

Gabriele

Ich habe allerdings auch den Anspruch, dass ich das jetzt mal ausprobieren möchte: Also ich habe gehört, ich habe mir sagen lassen, es gibt Sportunterwäsche aus Merino und/ oder aus Alpaka, die einerseits warmhalten soll, aber halt auch dann nicht so nass wird. Und dass man da mit diesen Wollfasern, also Alpaka vor allem, arbeiten kann. Das möchte ich jetzt ausprobieren. Und da werde ich mir eine „source“, eine Quelle muss ich noch finden, wo ich so einen Stoff herkrieg, damit ich mir daraus eine Sportkleidung nähen kann. [Quellen recherchieren und einfügen! Oder dann bald einen Artikel schreiben übers Sportkleidung nähen.] Weil es hat mich jetzt eben auch gestört. Ich war im Sportgeschäft und dachte so: Verdammt! Da spreche ich über: lokal produziert. Und möglichst natürliche Fasern. Und so weiter. Dann stehe ich im Sportgeschäft und es gibt einfach nichts aus [natürlichen Fasern]. Also da, wo ich war. In einem großen Sportgeschäft hier in Graz. Das könnte eine Lücke sein, aber vielleicht hast du einfach auch Recht, und solche Funktionskleidung ist einfach/ sind die Stoffe dafür entwickelt und das ist einfach dann gut sowas zu verwenden.

Stefanie

Genau. Wobei, das mit dem Merino hast du ja richtig. Da gibt es ja so richtig Merino-Unterwäsche. Und es sind auch alle die es haben, sind total begeistert, weil die ja im Gegensatz zu den anderen Sachen nicht riechen. Also auf Skitouren-Gänger, oder so, die dann länger damit – also vielleicht auch mit Übernachtung und so – in dieser Wäsche sind, die sind begeistert. Ist aber der Punkt: Das ist jetzt kein Schnäppchen. Also da investiert man schon, wenn man sich sowas leistet. Aber ich denke mal Sportkleidung ist nie so [billig]. Also ist einfach funktional, und wenn man es hat, denkt man sich: Meine Güte, es macht so viel mehr Spaß.

Gabriele

Und mir ist so viel weniger kalt! Das macht schon Sinn, ja.

Gabriele

Du hast damals bei unserem Gespräch auch mit einem Vorurteil von mir aufgeräumt, oder wie soll ich sagen: Ich war so der Ansicht, oder/ Ich kann gar nicht genau sagen, wo ich das her habe. Wo ich das gelesen oder gehört habe. Dieses: Textilien sind mehrmals um die Welt gereist, bevor sie bei uns ankommen. Also ich hatte so die Idee von Baumwolle aus den USA, wird dann – keine Ahnung – verschifft nach Indien zum Spinnen und Färben und Weben. Und kommt dann nach Bangladesch, und wird dort vernäht, und kommt dann wieder zu uns. Und du hast gesagt: Nein, nein, das stimmt so nicht. Du hast gemeint, die Textilproduzenten würden schon drauf schauen, dass möglichst viel am selben Ort, oder zumindest im selben Gebiet passiert, von diesen einzelnen Verarbeitungsschritten.

Stefanie

Genau. Also beides stimmt natürlich. Aber die eine Sache stimmt natürlich auch, dass eben… Also zum einen ist es ja so: Wenn ich irgendwo Baumwolle habe, dann ist es ja auch so natürlich, dass es dann die Spinnerei in der Nähe gibt, und dann ergibt sich eine Weberei. Dann möchte man den Stoff aber farbig haben, um dann drei Häuser weiter entsteht die Färberei. Also das sind so diese traditionell gewachsenen Textilgebiete. Wir haben vor einer Weile mal nach Frottee gesourced [Quellen gesucht]. Und da sind halt so ein paar Gebiete in und um Europa, wo alles konzentriert ist. Also da wird schon geschaut, dass die Wege kurz gehalten werden, weil die Wege sind ja auch immer Zeit, und Mode hat ja schon ein gewisses Tempo. Also wenn ich jetzt halt mir einen bestimmten Orangeton einbilde, dann möchte ich ja nicht, dass der erst in drei Jahren dann auf den Markt kommt. Sondern das soll ja alles sehr schnell gehen. Und keiner zahlt gern umsonst unnötige Transportkosten. Aber nichtsdestotrotz gibt es natürlich für alles ein Gegenbeispiel.

Stefanie

Also wenn man so im spezialisierten Bereich sich das überlegt: Es gibt ja so bestimmte Baumwollfasern, die besonders langstapelig sind, von diesen westindischen Inseln zum Beispiel, wo diese super-hochwertige Hemdenbaumwolle herkommt, die dann aber in Italien verarbeitet wird. Also da ist das auch. Aber das hat natürlich mit so einer Schneidertradition zu tun. Das kam dann so von der anderen Ecke: Wo kriege ich mein Material her und wo verarbeite ich das weiter? Dann hat es manchmal ganz banale Sachen, auch mit Maschinen und mit einem Sektor zu tun. Also der Textilsektor ist jetzt in Österreich noch ein bisschen stärker, aber in Deutschland ist der natürlich total eingebrochen. Alle Maschinen wurden in die Welt verscherbelt, und nichts mehr kann hier gemacht werden. Und das ist dann so ein Problem, dass es zum Beispiel kaum noch Spinnereien gibt. Also das heißt, selbst wenn ich jetzt sage: Ok, Baumwolle mag ich nicht, ist zu weit weg. Aber ich kann ja Leinen oder mehr Hanffasern, oder irgendwie so was. Ich krieg’s nicht mehr versponnen. Ich krieg es vielleicht noch verwebt, weil Webereien haben wir noch. Aber Spinnereien sind ein großes Problem. Da muss ich das irgendwo hinschicken, um den Faden spinnen zu lassen, um es dann hier verweben zu können. Also das sind oft auch so Probleme. Also insofern ist immer beides richtig, weil selbst im Kapitalismus schaut man, dass keine unnötigen Kosten entstehen. Aber manchmal sind die Gegebenheiten halt auch anders. So haben wir beide recht gehabt, würde ich mal sagen. [beide lachen].

Gabriele

Ja, man findet für alles auch ein Gegenbeispiel. Ja, aber diese Transportwege könnte man ja auch reduzieren. Wir müssen ja nicht unbedingt unsere Kleidung am anderen Ende der Welt produzieren lassen. Ja, genau. Und da hast du/ Magst du was erzählen von diesem Leinenprojekt, das ihr gestartet habt?

Stefanie

Genau, da war ich so ein kleines Rädchen im Getriebe. Das sind also da. Also, die Idee war, dass wir Leinen möglichst aus Europa haben. Das haben wir auch bekommen. Wobei wir nie letztendlich erklären konnten, wo der Faden versponnen wird. Ich wusste, es gibt eigentlich keine Leinenspinnerei mehr in/ Also für Bekleidung. Also für Tischwäsche sieht wohl wieder anders aus. Also die Frage wurde nie letztendlich geklärt. Aber uns ging es auch um die Pflanzenfarben. Und da haben wir festgestellt, wie schwierig das auch ist. Also ich meine, klar, diesen ganzen Pflanzenfarbe-Prozess auf einem gewissen Niveau zu machen, ist natürlich eine Hausnummer. Und einfach um den Stoff, der möglichst lokal ist, aufzutreiben, ist eine Riesenarbeit. Und dann man ja erstmal das Thema: Man muss ganz viel Stoff kaufen, man muss ihn färben, es geht gut oder nicht. Und dann habe ich halt auch die Farbe. Und die verkauf ich oder nicht? Also das war diesbezüglich sehr spannend. Wir hatten dann tatsächlich auch ein bisschen Probleme mit, wie der Stoff sich nach der Färbung verhalten hat. Deswegen sind jetzt noch mal ein Schwung Testreihen. Und das ist so von meiner Seite, von der Schnittseite her gut natürlich, dann jetzt erst mal. Da bin ich jetzt erst noch mal draußen. Aber es ist nicht so, dass man das einfach anfängt und mal schnell macht. Also wenn man einen gewissen Anspruch hat an Natürlichkeit. Bei den Pflanzenfarben geht es noch weiter. Man geht ja nicht zum Markt und kauft dann fünf Kilo Krappwurzel. Man muss das ja selber anbauen.

Stefanie

Zu einem Teil, ja.

Stefanie

Also da hängt noch mal ganz viel mit dran. Und das ist nichts, was man mal schnell aus dem Boden stampft.

Gabriele

Ja. Wenn ich mich richtig erinnere, wäre das so eine Art Modelabel [geworden]. Oder ihr wärt ja dann in Produktion gegangen von Kleidungsstücken wirklich, die man dann quasi kaufen kann als Konsumentin. So war das gedacht.

Stefanie

So die Idee: Also entweder/ Weil da sind wir auch wieder beim Thema: Wenn wir das als Stoff verkauft hätten, wären wir sehr hochpreisig gewesen. Und man kann natürlich nicht mit irgendeinem Leinen konkurrieren, das nicht pflanzengefärbt ist. Und da ist ja der Selbermach-Markt sehr preissensibel, das muss man schon sagen. Und ist natürlich auch geprägt durch die Dead Stock Preise, die natürlich immer unter den Produktionspreisen liegen. Damit kann das natürlich nicht so gut mithalten. Und deswegen war die Idee, dass man es eher als Kleidungsstücke macht. Weil da ist eher so ein Verständnis auch dann dafür da. Geld auszugeben.

Gabriele

Dass das Kleidungsstück dann höherpreisig ist. Ja, das ist ja eine wunderbare Überleitung, nämlich zum Buch. Wir kommen zum Teil zwei und sprechen über das Buch, das du vor Kurzem herausgebracht hast. Weil du gerade gesagt hast, dass die Stoffpreise/ Also dass der Selbermacher-Markt ja so preissensibel ist, weil man da so unglaublich günstige Stoffe kaufen kann, teilweise.

Gabriele

Und aus meiner Sicht gibt es ja zwei Sorten Näherinnen, Selbernäherinnen. Da gibt es sozusagen zwei Extreme und dann alles, was dazwischen sich abspielt. Also das eine Extrem ist für mich, das sind diejenigen, die ständig auf der Suche nach Schnäppchenstoffen sind und in ununterbrochener Folge „ein Lieblingsteilchen nach dem anderen von der Nähma hüpft“. Die dann in Polen bestellen um 3 €. ‚Tschuldigung?

Stefanie

Mir hüpft nie was von der Nähmaschine. Bei mir ist es immer Arbeit.

Gabriele

Bei mir braucht es auch immer lange. Aber wo ich dann so Aufrufe lese teilweise, auf Facebook, so: „Ah, ich bestelle wieder in Polen, 3 € der Meter. Und ich mir denke: Waaah! Ja? Das sind so die einen. Ich habe das Gefühl, da entstehen Kleidungsstücke, die genauso schnell wieder uninteressant werden, wie sie entstanden sind. Also ein bisschen so: Fast Fashion selbst gemacht?

Stefanie

Ja, genau. Die kann man auch selber machen.

Gabriele

Genau. So das eine Extrem. Und am anderen Ende der Skala sehe ich diese Näherinnen, die relativ wenig, aber dafür hochwertige, teilweise richtig teure Stoffe kaufen, um sich daraus zeitlose, langlebige Kleidungsstücke herzustellen. Und für diese Menschen, hast du dein neues Buch entwickelt, stimmt’s?

Stefanie

Ja nicht nur für die. Also es sind Modelle drin, für Anfänger geeignet bis hin zu wirklich Tüftlerinnen. Ich rede jetzt einfach von der Frau-Form, weil…

Gabriele

Weil sehr wenige Männer nach deinem Buch nähen, wahrscheinlich.

Stefanie

Wer weiß, wer weiß. Vielleicht kann ich die dazu motivieren. Genau. Also es sind ganz unterschiedliche Schwierigkeitsgrade möglich. Und das war jetzt mir auch ein Anliegen, dass man wirklich junge Menschen, die das Thema Nachhaltigkeit einfach auf dem Schirm haben / Und ich bin ja ganz froh über die „Fridays for Future“ Bewegung. Dass man denen auch so ein Zipfelchen an die Hand gibt: Hallo, hier könntest du so was machen. Und dann bleibt nicht so viel übrig, und du musst dir gar nicht ein Riesen-Näh-Lager aufbauen, nur wenn du dir ab und zu was nähst. Also es ist für die. Es ist also sehr breit. Also wirklich von Anfänger bis/ also ein Blazer ist auch drin/ bis wirklich sehr fortgeschritten. Es ist von der Thematik her alles drin. Es ist ein Hoodie drin, es ist eine Tüllweste drin. Wie gesagt, ein Blazer, ein Parka. Es ist von leger bis elegant alles Mögliche drin, so dass man was finden kann.

Gabriele

Und für Männer und Frauen. Also für Frauen UND Männer. Du hast auch Modelle für Männer drinnen.

Stefanie

Genau. Beziehungsweise haben wir schon gemerkt, dass ist mehr so unisex. Weil das ziehen auch die Frauen an, was für die Männer ist. Die Männer sind natürlich ein bisschen genanter [schämen sich mehr] und schlüpfen nicht in das Maxikleid rein. Vielleicht wird es ja noch.

Gabriele

Schade eigentlich.

Stefanie

Genau. Das eine Thema ist, dass es so offen für alle ist, und es soll eine Sensibilisierung für eine andere Herangehensweise sein. Das ist natürlich auch, wenn man bei diesen Nähmaschinen-Hüpf-Teilchen, da ist ja alles sowohl… Meistens vom Schnitt, von den Sachen sehr standardisiert. Da gibt es Vorderteil, und das Rückenteil, und den Ärmel. Und es ist sehr so an den Grundschnitt angelegt und eigentlich selten mit Experimenten. Und wenn man im Zero Waste Bereich arbeitet, dann geht man an die Sachen anders ran. Also man denkt sie anders, man startet ein bisschen anders. Und deswegen war es mir auch so wichtig, so viele Modelle zu machen, dass man sich einfach mal denken kann: Ah ja! Das sieht ja aus wie eine normale Bluse? Aber aha! So kann ich das auch zuschneiden. Also einfach aufzuzeigen: Ja! Das geht auch anders und das geht auch so. Ja, und das ist einfach so die Sichtweise, mal aufzuzeigen, dass die anders sein kann.

Stefanie

Und weil wir gerade über die Stoffe gesprochen haben: Natürlich das Nachdenken über Ressourcen, finde ich, ist ein ganz, ganz wichtiges Thema. Das, was ich vorhin gemeint habe: Du kannst nach so einen, sagen wir mal „ungesunden“ Stoff haben. Wenn du dir denkst: Meine Güte! Die Farben sind toll! Und das gefällt mir so! Wenn ich einfach den mit Arbeit veredele. Und irgendwas draus mach, was einen Lebenszyklus bekommt, dann ist es einfach so eine schöne Sache. Also wenn ich Energie reinstecke.

Stefanie

Also das ist das eine: Was habe ich da für einen Stoff? Und wie kann ich dann was aus dem machen? Das ist so das eine Thema. Und da fällt mir immer ein: Wenn wir so/ Die meisten Leute sind so begeistert von so alten Teilen, egal was. Also Kleidungsstücke, die toll verarbeitet sind. Aber auch jeder möchte in einem Altbau wohnen, weil das irgendwie so toll ist von der… Was weiß ich…

Gabriele

Ja, vom Raumgefühl! Das ist einfach [toll]. Ich bin auch ein Altbau-Fan.

Stefanie

Genau. Die ganze Aufteilung und alles Mögliche. Und die kleinen Details. Und das sind aber alles die Sachen, die so überleben, die wir toll finden. In die hat wirklich mal jemand Arbeit reingesteckt. Arbeit und Energie und Nachdenken. Und es braucht Zeit! Zeit und Lust, und auch so eine gewisse Mühe, dass ich mich mit was auseinandersetze. Dass ich sage: Ich rattere das jetzt nicht einfach auf der Overlock runter, sondern ich setze mich mal damit auseinander: Wie kann ich denn Kanten noch verarbeiten? Was gibt es denn alles? Was freut mich denn jedes Mal, wenn ich in die Jacke reinschlüpfe? Welches Detail.

Gabriele

Ja. Eine Paspel zum Beispiel.

Stefanie

Eine Paspel, eine Innentasche, ein geheimes Knöpfchen an irgendeiner Stelle, das meinen Schlüssel, den ich sonst vergessen würde, hält. Es sind ja so viele kleine Sachen. Also das ist auch so ein Thema. Und wenn ich Zero Waste arbeite…

Stefanie

Ich erzähl jetzt einfach mal kurz, wie ich da so vorgehe. Ich habe natürlich als Schnittmacherin an einen ganzen Fundus an Grundschnitten. Das heißt ich weiß, welche Abmessungen ungefähr was haben muss, dass man bei irgendeinem Soundso-Umfang von der Länge, von der Breite in ein Teil passt. Und dann überlege ich mir, wie könnte ich das anordnen, dass es irgendwie interessant ist für das Modell, das ich im Kopf habe oder auch skizziert habe. Also das ist immer so ein sehr verwobener Prozess. Also normal in der Mode macht man ja eine Skizze, und dann macht man den Schnitt, und dann wird’s gemacht, und dann werden die Änderungen gemacht. Und da ist es mehr so ah:/ also gerade bei dem Blazer, der war ganz zum Schluss. Also ich wusste nur: In das Buch kommt ein Blazer. Und dann dachte ich mir: So, jetzt aber wie? Und hab dann so angefangen. Und dann fängt man halt an und man hat Teile übrig. Man hat ja so Stoffstreifen übrig. Und dann geht’s auch über ins Drapieren. Ich steck das dann an die Puppe. Steckt das dann da hin. Könnte das da noch eine geheime Tasche sein? Ist es da zum Beispiel schön, wenn ich noch ein Riegel habe, dass es am Hals wärmer wird? Was kann ich denn noch brauchen? Ist die Frage. Und das ist so ganz spannend, dass mich eigentlich das Material zwingt zu überlegen: Was finde ich denn eigentlich ganz praktisch? Über die Ecke.

Stefanie

Andersrum kann ich natürlich auch sagen: Das Wichtigste sind mir erst mal riesengroße Taschen, weil ich will keine Handtaschen, und ich will meinen halben Einkauf reinbekommen. Da definiert sich ja auch wieder der Rest so drum rum. Und das ist eigentlich so ein sehr schönes Herangehen, weil das so gestaffelt ist. Es lässt dem Stoff auch seine Haptik zu. Wie er fällt. Wie er sich bewegt. Und gleichzeitig kann ich in diesen ganzen Entstehungsprozess/ Also ich mache das erst an der Puppe, aber ich ziehe die Teile auch immer an, um zu sehen: Ist es in der Bewegung/ oder den Bewegungen, die ich mache. Bei mir muss immer alles auf dem Fahrrad passen. Also ich muss mit dem Fahrrad fahren können.

Gabriele

Sehr gut!

Stefanie

Bestimmte Sachen greifen können. Als ich brauche so einen Radius mit den Armen. Und ja, das kann man damit eben so ganz gut ausprobieren. Damit sehe ich auch so meinen Aufwand an Energie und Arbeit, den ich reinstecke und den Stoff, den ich brauche.

Gabriele

Also voll spannend. Ich habe nämlich, als das Buch geöffnet habe, ja? Dann kommt so das erste Modell, und dann siehst du da so die Schnittteile und du denkst dir: Ja, okay, Schnittteile von dem… Ich glaube, das erste ist ein Regencape, und dann kommt relativ bald eine Bluse. Und du denkst halt: Ok, so Schnittteile. Und dann blättert man um, und plötzlich sieht man so quasi den Stoff auf 150 Zentimeter Breite. Und es schaut ein bisschen aus wie ein Tangram. Ich habe sofort an Tangram gedacht, weil alle diese Teile, die man vorne gesehen hat – was eigentlich noch so relativ normal ausschaut, wie halt Schnittteile ausschauen – dann plötzlich so ineinander verschoben sind. Und zusammengebaut sind, dass die dieses Stoffstück völlig ausfüllen. Und ich war dann so geplättet und dachte: Wahnsinn, wie ist denn das entstanden?

Gabriele

Was ich mich jetzt gerade frage ist: Manche Stoffe haben ja eine unterschiedliche Dehnrichtung, nach links oder rechts. Und manche Stoffe haben auch Muster. Also habt ihr diese Schnittsachen auch mit Mustern ausprobiert? Weil das wird dann wahrscheinlich ziemlich wild zum Teil werden, wenn das irgendein Muster mit einer Laufrichtung hat. Und wie ist das mit Stoffen, die unterschiedliche Dehnung haben?

Stefanie

lch habe natürlich keine Stoffe jetzt im Buch verwendet mit Muster oder gar mit Kopfmuster, weil das genau ein Thema ist. Und wenn ich jetzt speziell für was einen Zero Waste Schnitt mache, muss ich darauf natürlich achten. Also das sind eben so unterschiedliche Herangehensweisen. Genauso mit den Dehnungsgeschichten. Und da muss man gerade bei Jerseyteilen/ Wichtig ist ja immer die Dehnung in die Weite, da ist mir die Dehnung in die Länge eigentlich relativ egal, dass ich die an den richtigen Stellen habe. Oder es durch Weite einfach ausgleichen kann. Also das muss man auf alle Fälle berücksichtigen, und damit muss man auch arbeiten. Das kann schöne Effekte bekommen, auf diesem Weg können auch Rückschläge sein und Sachen, wo man sich denkt: Ah, das wird bestimmt toll! Und es wird eigentlich ganz schrecklich erstmal. Das ist auch mit dabei. Aber es ist so eine Auseinandersetzung. Und dann hat man wieder irgendeinen Kniff gefunden oder irgendwas, auf das man sonst nicht gekommen wäre und ist total happy.

Gabriele

Ja toll. Also das Buch „Zero Waste Nähen“ enthält 25 Kleidungsstücke – noch mal zusammenfassend – bei deren Zuschnitt eigentlich keine oder nur minimal Stoffreste überbleiben. Und das finde ich sehr faszinierend, wie das wie das möglich ist. Oder dass das möglich ist.

Stefanie

Genau. Es sind viele Modelle wirklich Zero Waste, aber einige haben einen kleinen Rest. Das dem geschuldet ist, weil in dem Buch zwei Größensätze drin sind. Es gibt einmal so eine Größe S-M ungefähr, und einmal eher so in Richtung L-XL. Vorne ist dann auch ne Tabelle, mit welchen Maßen das so ist. Dass man einfach auch die Verhältnisse sieht. Und es ist immer auf Stoffbreiten gemacht, die die tatsächlichen Stoffe auch haben oder hatten. Also jetzt ist es so, dass bei Sweatshirt oder bei Jerseys gibt es ja Stoffbreiten von 1,30 [Meter], aber ich kann auch 1,60 [Meter] bekommen. Und das ist dann auch berücksichtigt. Manchmal ist die größere Größe auf eine größere Stoffbreite ausgerichtet, aber ganz oft nicht. Also wenn ich den nicht finden konnte, dann habe ich versucht, das Modell so zu konzipieren, dass es für beide Größen geht. Und damit aber die Näh-Anleitungen nicht ins Endlose ausufern/ Weil man kann sich natürlich alles super klein fitzeln und zusammenstecken und man hat immer keinen Rest, das funktioniert. Aber dann wären nicht beide Größen gleich gewesen und nicht gleich zu beschreiben. Das war dann einfach so das Zugeständnis, dass ganz kleine Reste übrig bleiben bei manchen. Genau. Falls jemand sagt: Ja, das stimmt doch gar nicht!

Gabriele

Da ist nicht alles [ohne Rest]! Da bleibt doch noch manchmal ein kleiner Rest über. Aber im Unterschied zu/ gerade wenn ich eine Hose zuschneide: Da habe ich ja immer diesen Teil, diesen Bogen, der in den Schritt quasi reingeht. Und da bleiben ja immer Teile über. Also große Teile auch, wenn ich jetzt eine Hose zuschneide. Und du hast das glaube ich teilweise so gelöst, dass dann da in diesen Bereich die Taschen reingekommen sind?

Stefanie

Ja, da sind die Taschenbeutel drin. Oder auch ein Stück von der Passe ist drin.

Gabriele

Also es ist auf jeden Fall sehr spannend, weil es so eine ganz andere Herangehensweise ist, als die, die ich sonst gewohnt bin, wenn ich mir Schnittmuster kaufe. Wie ich das zuschneide.

Gabriele

Ja, genau. Wunderbar! Das heißt, wir haben das Buch vorgestellt. Und dann, ja, dann würde ich sagen, sagen wir mal, was man tun muss, um eventuell eines dieser Bücher zu gewinnen. Wir dürfen nämlich heute ein Exemplar des Buches „Zero Waste Nähen“ verlosen, das uns der Stiebner-Verlag zur Verfügung gestellt hat. Wenn du so ein Buch gewinnen möchtest, dann beantworte bitte die Frage: Welche Ideen hast du zum Stoff sparen oder Upcyceln? Und deine Antwort schreibst Du bitte bis Mittwoch, den 26. Oktober 2022 um 24:00 Uhr, also Mitternacht, in einem Kommentar zu dieser Podcastfolge. Einen Kommentar kannst du hinterlassen unter dem Link: https://textilportal.net/podcast007. Oder einfach wenn du aufs Textilportal gehst, textiportal.net, dann wirst du am Tag, wo wir diesen Podcast, diese Folge veröffentlichen, auch einen Blogpost zu dieser Folge finden. Dort hinterlässt du bitte deinen Kommentar. Aus allen Einsendungen, also aus allen, die dort einen Kommentar hinterlassen, werde ich dann unter Ausschluss des Rechtsweges eine Gewinnerin, einen Gewinner ermitteln. Und der Gewinn kann nicht in bar ausbezahlt werden. Ich hoffe, ich habe alles Rechtliche gesagt, was man zu so einem Gewinnspiel dazusagen muss. Ich mache das zum ersten Mal. Bitte verzeiht, wenn ich was vergessen habe. Teilnehmen können Hörerinnen und Hörer aus europäischen Ländern. Hätte ich jetzt mal gesagt. Genau. Und wir werden dann später mit dem Gewinner, der Gewinnerin in Kontakt treten. Also eine E-Mail-Adresse bitte auf jeden Fall hinterlassen. Postadresse müsste noch nicht, das fragen wir dann ab, nachdem wir ermittelt haben, wer das gewonnen hat. Genau.

Gabriele

Und jetzt ist noch die Frage: Was geben wir unseren Zuhörerinnen und Zuhörern aus der heutigen Folge mit? Ich denke, das eine ist irgendwie: Achte Ressourcen. Schau, wofür du Dinge brauchen/ Welche Sachen du herstellen willst und welche Materialien dafür gut geeignet sind. Stefanie?

Stefanie

Genau. Achte und denk einfach dran: Alles wurde/ egal wie hergestellt, und alles hat einfach auch seinen Wert und kann schön behandelt werden, dass es noch was Schöneres wird.

Gabriele

Dann empfehlen wir dir natürlich, solltest du das Buch nicht gewinnen, es zu kaufen, oder mal reinzuschauen. Am besten natürlich in deinem lokalen Buchhandel. Damit fördern wir auch gleich die lokale Buchhändler-Wirtschaft. Diese Läden brauchen wir unbedingt, weil nur da kann man in Büchern schmökern und stöbern. Und wenn du ein Nähprojekt planst, dann schau einfach drauf, dass du passende Stoffe gezielt kaufst.

Liebe Stefanie: Vielen herzlichen Dank für dein Gespräch. Und ich wünsche dir ganz viel Erfolg für dein Buch und auch für deine weiteren Projekte.

Stefanie

Danke Gabi fürs Haben, fürs Hierhaben. Das macht richtig Spaß.

Gewinnspiel – beendet

Wir durften ein Exemplar des Buches „Zero Waste Nähen“ verlosen, das der Stiebner-Verlag zur Verfügung gestellt hat.

Teilnehmen konnte, wer bis Mittwoch, den 26. Oktober 2022 um 24:00 Uhr (Mitternacht) hier drunter einen Kommentar mit einer Antwort auf die folgende Frage schrieb:

Welche Ideen hast du zum Stoff sparen oder Upcyceln?

Edit: 27.10.2022, 8:00 Uhr:
Das Gewinnspiel ist beendet.
Danke für Eure feinen Kommentare und Ideen!
Gewonnen hat… Inke!

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Herzlichen Glückwunsch!


27 Kommentare zu „Buch: Zero Waste Nähen (Podcast #007)“

  1. Ich versuche entweder einen Zero-waste-Schnitt zu verwenden oder beim selber Weben des Stoffes ein wenig dem Schnitt entsprechend den Stoff in Form zu weben

    1. Gabriele Brandhuber

      Den Stoff in Form Weben? Das klingt spannend. Wo können wir deine Werke bewundern? Danke fürs Mitmachen! Liebe Grüße, Gabi

  2. Ich verzichte zuerst einmal möglichst auf jeglichen unnötigen Konsum. Modetrends sind mir wirklich egal. Ich trage, was in meinem Schrank hängt oder ich kaufe Dinge gebraucht. Was kaputt ist, repariere ich. Was nicht passt, wird passend gemacht. Was noch gut ist, mir aber einfach nicht gefällt, verkaufe ich. Aus unrettbar kaputten Sachen nähe ich neue, z.B. Schlafanzüge für die Kinder aus T-Shirts von uns Eltern. Leichte, weiche Stoffreste sowie Wollreste und Fadenreste von aufgetrennten Nähten verwende ich zum Füllen von Kissen, Kuscheltieren und Lavendelsäckchen. Ich habe noch nie Füllwatte gekauft. Beim Ausschlachten alter Textilien rette ich auch Knöpfe, Gummibänder und Reißverschlüsse.

    1. Gabriele Brandhuber

      Das hört sich schon extrem konsequent und weitgehend an! Als ich letztens Hemden meines Mannes für ein Quiltprojekt zerlegte, habe ich ebenfalls die Knöpfe abgetrennt, bei Reißverschlüssen bin ich etwas weniger Konsequent. Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Liebe Grüße, Gabi

    2. Nathalie Ebihara

      Vieles von den Ideen in den Kommentaren habe ich auch schon gemacht und bin immer wieder begeistert, wenn etwas tatsächlich gut klappt und auch brauchbar ist, gerne getragen wird und lange hält. So hat mein Mann einen handgestrickten Merinopullover unabsichtlich in der Waschmaschine geschrumpft und es ging sich tatsächlich aus, dass ich mir daraus eine Mütze und Stulpen nähen konnte, die ich mittlerweile mehr liebe als vorher den Pullover. Ein Projekt, das ich gerade laufen habe, ist ein Spannleintuch-Upcycling: Ich habe aus mehreren alten Leintüchern 6cm breite Streifen geschnitten, die ich nun zu Badezimmer-Matten und Sitzkissen verstricken bzw häkeln möchte. Mal sehen, ob es klappt…

      1. Gabriele Brandhuber

        Wie cool – ein Spannleintuch-Projekt habe ich auch am Stash! Also ich habe ein altes, schon löchriges Leintuch aufbewahrt, aber zugeschnitten ist es noch nicht. Das stelle ich mir zeitraubend vor. Finde ich eine extrem coole Idee, weil so ein Leintuch ja in Wirklichkeit unendlich Material bietet. Auf dein(e) Ergebnis(se) bin ich gespannt. Auf welchen Kanälen werden wir sie sehen können? Schön, dass du noch mit in den Lostopf gehüpft bist. Liebe Grüße, Gabi

    3. Das ist toll! Genauso mache ich das auch! Falls ich doch mal was (dazu)kaufen muss, versuche ich es gebraucht zu kaufen. Falls das nicht möglich ist, achte ich auf plastikfrei, bio, fair hergestellt.

  3. Doris Abramowski

    Ein Schlafanzug aus schönen karierten Stoff ist mir etwas knapp geworden. Ich plane daraus Brotbeutel zu Nähen, da mir der Stoff sehr gut gefällt.
    Ansonsten gebe ich die nicht mehr passende Kleidung in die Kleiderkammer, damit sie weiter genutzt werden können. Liebe Grüße Doris

    1. Gabriele Brandhuber

      Karierte Brotbeutel: Das klingt nett und besonders. Eine schöne Art für deinen schönen Stoff, weiterzuleben! Danke fürs Mitmachen! Liebe Grüße, Gabi

  4. Ich nähe wenig neu.Hauptsache ist das Reparieren der Enkelsachen. Genauso wie Henriette, trenne ich alle Knöpfe ab und sammle sie, oder Reißverschlüsse,die noch intakt sind, werden rausgetrennt und weiter verwendet. Schnallen, Haken, diverse Verschlüsse lassen sich garantiert weiter einsetzen und brauchen nicht im müll landen.Und wenn etwas nicht mehr paßt, kann ich es weitergeben oder zu Putzlappen machen. Altkleidercontainer sind eine nützliche Sache.Selbst kleine Stoffrestchen sammle ich, was auch zu viel Frust führen kann, weil die Kiste immer voller wird.Das Wegschmeißen fällt mir sehr schwer und für Puppenkleidung oder Bastelarbeiten findet Alles noch Verwendung.das Buch wäre bestimmt sehr anregend und interessant für mich,denn ich könnte einmal etwas ganz Ungewöhnliches probieren.

    1. Gabriele Brandhuber

      Früher ist es mir sehr schwer gefallen, alte Kleidung als Ressource zu sehen und sie zu ändern oder zu zerlegen, um was Neues daraus zu machen. Dabei ist es nur Stoff! Das klingt, als ob dein Recycling sehr weit fortgeschritten ist. Auch ich sammle of noch kleinste Stoffrestelchen, aber weniger von Kleidung als von Baumwollstoffen, die sich für Patchwork eignen. Danke für die Ideen und viel Glück für die Verlosung! Liebe Grüße, Gabi

  5. Aus größeren Stoffresten nähe ich Slips und auch genäht Socken möchte ich bald probieren. Kleine Reste nehme ich auch zum Füllen. Auf Second Hand Plattformen kaufe ich öfters ungeliebte Stoffschätze.

    1. Gabriele Brandhuber

      Slips habe ich auch unlängst entdeckt, nämlich für die schmalen Jerseystreifen, die beim T-Shirt nähen häufig übrig bleiben. Bei genähten Socken bin ich skeptisch. Am ehesten könnte ich mir die als Tabi (japanische Zehensocken) vorstellen. Ich hoffe, du berichtest bei dir am Blog über deine Erfahrungen mit genähten Socken! Danke fürs Mitmachen und viel Glück! Liebe Grüße, Gabi

  6. Beim Kleidung nähen lege ich die Schnittteile selten nach Vorschlag sondern möglichst verschnittarm auf. Aus Webstoff-Resten werden bei mir selbst aus kleinen Fitzelchen noch Patchworkpaneele für Täschchen aller Art. Ausgemusterte Hemden werden zerlegt und für Patchwork verwendet. Die Knöpfe werden abgetrennt und zur Wiederverwertung gesammelt. Ausgemusterte Bettwäsche eignet sich wunderbar als Backing für Quilts. Aus alten Vorhängen, Kittelschürzen, etc. nähe ich bunte Einkaufsbeutel, und die zwischen den Trägern anfallenden Reste werden auch noch zu kleinen gebogenen Täschchen verarbeitet. Alle Jerseyreste, sofern sie nicht zu Puppenkleidung verarbeitet werden, und alle dann wirklich zu kleinen Fitzelchen werden gesammelt, um sie zum ausstopfen von Sitzkissen zu verwenden. Usw.
    LG heike

    1. Gabriele Brandhuber

      Das stimmt! Ausgemusterte Bettwäsche, diese großen Teile, sind toll für Patchworkdecken! Auch schon häufig gewaschen und oft kuschelig. Danke für diese Fülle an Ideen und danke fürs Mitmachen! Liebe Grüße, Gabi

  7. Regina Langer

    Ich bin in der DDR groß geworden und da war es an der Tagesordnung aus alten Sachen wieder neue zu arbeiten. Defekte Stricksachen wurden aufgetrennt und neue Pullover, Jacken oder Strümpfe gestrickt. Nähen konnten sehr viele. Ich hatte in der Schule 4 Jahre Handarbeitsunterricht bei einer Handarbeitslehrerin. Auch die Jungen mussten alle daran teilnehmen. Man lernte die Basics: Häkeln, Sticken, Stricken und das Handnähen (Stopfen von Löchern, Flicken von Rissen in Wäsche und Bekleidung) . Als Königsdisziplin durfte dann mit Mama oder Oma, die ja meistens eine Nähmaschine besaßen, eine Schürze oder Rock genäht werden. Da konnte sich schon früh jedes Kind ausprobieren. Heute ist Handarbeit für mich eine Selbstverständlichkeit. Meine Haupttätigkeitsfelder sind Nähen, Stricken Häkeln, Spinnen und Weben. Für Upcycling wurden Grundlagen in der Schule gelegt. Schnell sind da mal aus einem in die Jahre gekommenen Handtuch Spüllappen oder aus einer Gardine Einkaufsbeutel genäht.

    1. Gabriele Brandhuber

      Ja, Spüllappen aus alten Handtüchern und Einkaufsbeutel aus Gardinen mache ich auch sehr gerne! Vor allem durchsichtige Gardinen eignen sich hervorragend als Gemüsebeutel. Danke fürs Mitmachen! Liebe Grüße, Gabi

  8. Kleidung nähen kann ich (noch) nicht. Aber Patchwork bzw. textile Collagen gehen immer. Ich kaufe so gut wie gar keine Stoffe mehr dafür. Wenn ich eine passende Farbe nicht habe, wird umgefärbt, bedruckt, bemalt oder umdisponiert… es kommen immer mehr Stoffe von abgetragenen Kleidungsstücken dazu. Und ab und zu bekommen ich auch Reste von Kleidungsnäherinnen geschenkt.
    Viele Grüße sendet Kristina

    1. Gabriele Brandhuber

      Liebe Kristina, wer Patchwork nähen kann, kann auch Kleidung nähen, sag ich jetzt mal. Aber deine künstlerische Verwertung und Umwidmung von Stoffen ist jedenfalls sehenswert. Liebe Grüße, Gabi

  9. [Recycling – Lebenverlängerung lange Hosen]
    Es ist nur eine Frage der Zeit, dass mir meine Hosen auf der Innenseite reißen.
    Je nach Stelle des Risses und flickbarkeit, funktioniere ich eine lange zur kurzen Hose um.
    Die Beine kann ich dann für Flicken nutzen.
    Das könnte ich mir auch als gute Verwendung für Schnittreste vorstellen.
    Gerade bei Kinderklamotten sind passende Flicken eine hilfreiche Sache.

    1. Gabriele Brandhuber

      Das stimmt: Auf Kinderkleidung werden Flicken auch eher noch akzeptiert als auf Erwachsenenkleidung. Von „visible mending“ einmal abgesehen, wo es ja gerade darum geht, die gestopfte oder reparierte Stelle auffällig zu zeigen. Danke fürs Dabeisein. Liebe Grüße, Gabi

  10. Ich recycle gerne Jeans. Aus mehreren abgetragenen, teilweise zerrissenen Jeans meines Mannes und meiner Kinder habe ich mir zwei Patchwork-Hosen genäht, die sich sehr gemütlich tragen, weil die Stoffe schon ganz weich sind. Auch für Quilts kann man Jeansreste gut verwenden…

    1. Gabriele Brandhuber

      Liebe Clara, au ja, deine Hosen aber vor allem auch deine Jacken sind legendär! Es wird ja auch „pre-loved denim“ genannt, wie passend für Stücke, die dann weiter geliebt werden. Liebe Grüße, Gabi

  11. Gerade nähe ich ein Quilt aus Stoffresten und alter Kleidung.
    Besonders interessant finde ich aber den Ansatz, den Schnitt so zu gestalten, dass fast keine Rest übrigbleiben. Das kenne ich aus der alten Zeit bei den Leinenhemden aus selbstgespnonnenem und gewebten Leinen. Da waren die Stoffbahnen zudem auch noch besonders schmal.

    1. Gabriele Brandhuber

      Quilts sind ja der Klassiker für Stoffreste oder alte Kleidung. Spannend, dass du das erwähnst, denn in der nächsten Podcast-Episode wird es genau um solche Erinnerungsquilts gehen! Schön, dass du mitmachst, liebe Mema! Liebe Grüße, Gabi

  12. Kleinere Stoffreste und Schnipsel kommen bei mir in Sitzkissen, die meine Wohnung ganz gemütlich machen und vom Besuch geliebt werden. Oder in lange Schläuche, die gegen winterliche Zugluft auf der Fensterbank liegen und jahreszeitlich dekoriert werden können.

    1. Gabriele Brandhuber

      Eine ältere Bekannte hatte solche winterliche „Würste“ zwischen den Doppelfenstern liegen. Für Altbauten mit „gut belüfteten“ Fenstern sicher eine feine Sache. Danke fürs Mitdenken und Mitmachen! Liebe Grüße, Gabi

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